Fishing-Maps

Zander angeln (Grundmontage)


Das Angeln auf Zander ist für die meisten Angler eines der spannendsten Erlebnisse überhaupt. Der Grund dafür liegt daran, dass der Zander in den meisten Deutschen Gewässern nicht so stark vertreten ist, wie viele andere heimische Fischarten. Dazu kommt, dass der Zander ein sehr scheuer und intelligenter Fisch ist. Diese Umstände machen den Fisch so interessant für viele Angler.

Der Zander ist nachtaktiv und jagt vorzugsweise in den Abend und in den Morgenstunden. Das heißt allerdings nicht, dass man nicht bei strahlendem Sonnenschein einen Zander überlisten kann. Deswegen gilt folgende Regel wie bei allen anderen Zielfischen auch:  Je häufiger man versucht einen Zander zu fangen, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit das es klappt. Wir als Angler versuchen jedoch diese Wahrscheinlichkeit zu erhöhen und optimieren unsere Ausrüstung und Methoden bis auf das kleinste Detail.

Wie bereits erwähnt fängt man Zander in der Regel in den Morgen und in den Abendstunden – oft bis ca. 24.00 Uhr.Nach Mitternacht werden die Bisse häufig seltener. Man kann sagen, dass man Zander zu diesen Zeit eher näher am Rand als im Mittelwasser vermuten sollte. Vorallem vorne an Kanten, wo es vom flachen ins Tiefen Wasser geht oder direkt hinter der Krautkante – Sofern vorhanden.

Beim Ansitz-Angeln auf Zander geht es hauptsächlich um den richtigen Angelplatz. Dazu sollte man sich zunächst informieren - das funktioniert am besten durch Gespräche mit anderen Anglern, Tipps von den lokalen Angelgeschäften oder ganz einfach hier auf unserer Website Fishing-Maps. Am Angelplatz angekommen, sollte man sich zunächst auf die Suche nach Kanten oder Unregelmäßigkeiten an oder im Wasser (Weitere Infos in unserem Artikel „Angelplätze“) machen.

Bei einer Grundmontage für das Angeln auf Zander gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei diese wie immer abhängig von Geschmack und Gegebenheiten an dem jeweiligen Angelplatz sind.

Der Köderfisch wird mithilfe eines Grundbleis an den Gewässerboden gebracht, wo er nun hoffentlich früher als später von einem Zander entdeckt wird. Bei den Grundmontagen sind die Köder fast nie fest an dem Blei montiert sondern laufen frei durch eine Öse. Meistens nimmt der Zander seine Beute auf und schwimmt erst einmal ein Stück, bevor er diese dann verspeist. Kann der Köder nicht frei laufen, würde der Zander den Wiederstand sofort bemerken und den Köder höchstwahrscheinlich los lassen. Dieses Verhalten des Zanders bringt uns genau zu einer weiteren großen Frage beim Zanderangeln mit einer Grundmontage: Wann soll der Anhieb erfolgen?

Zu dieser Frage gibt es jede Menge Meinungen, lange warten, kurz warten oder noch länger warten.
Man fragt sich in Gesprächen mit anderen Anglern oft was lange und kurz warten eigentlich heißt. Diese Frage können wir nicht wirklich klären, allerdings reichen dort die Meinungen von etwa 10-20 Sekunden bis hin zu fünf langen Minuten.

Generell gilt bei einem Biss – Rolle auf (wenn das nicht bereits der Fall ist) und den Fisch ziehen lassen. Nach einer Weile hält der Fisch an. Hier bitte noch nicht anschlagen. Nach einer Weile wird der Zander weiter Schnur ziehen – also weiterschwimmen – das ist der Moment, in der Ihr den Anhieb setzen solltet.

Mit mehr oder weniger Glück sitzt der Anhieb und der Drill beginnt. Der Zander macht zu Beginn ordentlich Radau, dies ändert sich jedoch schlagartig sobald der Zander die Wasseroberfläche erreicht hat – dann solltet Ihr nur noch darauf achten, dass die Schnur zu jedem Zeitpunkt unter Spannung steht. Oft befreit sich der Zander noch, wenn er bereits vor oder weil er bereits direkt vor dem Angler ist – denn in diesem Moment hört Ihr auf zu Kurbeln - die Spannung der Schnur lässt nach, der Zander bemerkt dies und versucht noch ein letztes Mal zu entkommen. Im besten Fall liegt der Kescher bereits im Wasser, sodass ihr den Fisch nur noch direkt in den Kescher ziehen müsst.



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